Griechenland

Am 15.04, durfte ich dann mit dem Grenzübertritt nach Griechenland auch erstmals die Uhr um eine Stunde vorstellen. So langsam schien es also doch  vorwärts zu gehen. In Griechenland erwartete mich eine herrliche Landschaft. Zu meiner Überraschung, hatte ich außerdem recht kleine Straßen, mit sehr wenig Verkehr. Da ich mich nun wieder in der EU befand, nutzte ich die Pause, um mal wieder in die Heimat zu telefonieren. Immerhin war das hier wieder zu bezahlbaren Preisen möglich.

Griechische Landschaft bei Arnissa
Griechische Landschaft bei Arnissa

Am Abend war mal wieder Wildcampen angesagt. Zuvor mussten allerdings noch die Vorräte aufgefüllt werden, weshalb ich zunächst noch ein Dorf ansteuern musste. Am Abend baute ich dann schließlich mein Zelt unweit der Stadt Arnissa auf. Am Morgen stellte ich beim Packen einen Defekt an einer der Packtaschen fest. Hier war eine Schraube der Halteleiste komplett abgerissen. Fürs Erste entlastete ich diese Stelle mit einem Stück Schnur. Anschließend ging es zunächst auf der recht angenehm zu befahrenden Straße weiter Richtung Osten. Am Mittag kam ich dann allerdings in eine recht große Ebene, die zwar durch die vielen Farben recht schön anzusehen war, aber stärker befahren war. Außerdem waren die Bauern hier gerade massiv dabei, ihre Felder zu spritzen, was die Luft nicht gerade verbesserte.

Reparatur der Ortlieb Tasche
Reparatur der Ortlieb Tasche

Am Nachmittag musste ich dann endgültig auf die zweispurig Ausgebaute Straße nach Thessaloniki wechseln. Glücklicherweise fand ich hier einen kleinen Fahrradladen, in dem ich eine passende Schraube für meine Tasche bekam. Diese war zwar kein Original, aber Stahl ist ohnehin stabiler. Die letzten 30 Kilometer waren aufgrund des starken Verkehrs recht zäh zu fahren. Außerdem wurde mir zunehmend schwindlig, und es viel mir schwer, mich auf die Straße zu konzentrieren. Schlussendlich erreichte ich dann aber doch ein Hostel in der Stadt. Spätestens hier merkte ich nun, dass ich krank wurde. Ob es nun an der Sonne, dem Gift oder sonst irgendetwas lag, konnte ich zwar nicht herausfinden, aber ich fühlte mich zunehmend elend. Nach einer recht schlechten Nacht, verbrachte ich den nächsten Tag deshalb größtenteils im Hostel. Immerhin erhielt ich nun eine erste Antwort auf meine Anfrage für eine Einladung für den Iran. Bis zum Erhalt der Nummer, würde es allerdings noch eine Weile dauern. Allerdings trennten mich ohnehin noch etwa 650 Kilometer von Istanbul, wo ich das Visum beantragen wollte.

 Löwen Monument in Griechenland
Löwen Monument in Griechenland

Am darauf folgenden Tag, war ich dann endlich fit genug, die Stadt zu besichtigen. Neben vielen Kirchen, gibt es auch einen Teil der Stadtmauer am oberen Ende der Stadt zu sehen. Das Wahrzeichen der Stadt ist der Weiße Turm im Hafen von Thessaloniki. Auf dem Rückweg zum Hotel sah ich noch ein Handy auf dem Radweg liegen und legte es mal zumindest so hin, dass nicht gleich der nächste drüber fährt. Da das Handy gesperrt war, war es nicht möglich irgendjemanden anzurufen. Allerdings sah mich ein Grieche dabei und wir beschlossen zum nächsten Handyladen zu gehen, um den Code zu knacken. Nötig war das allerdings nicht, da das Handy bereits nach 10min klingelte und wir den Besitzer so ausfindig machen konnten! Dieser ließ es sich nicht nehmen uns jeweils fünf Euro zukommen zu lassen. Naja, kann der Reisekasse ja auch nicht gerade schaden. Am folgenden Morgen, fühlte ich mich endlich imstande wieder auf das Rad zu sitzen und weiter Richtung Osten zu rollen. Als erstes mussten über 600 Höhenmeter überwunden werden, um die Stadt in nördlicher Richtung zu verlassen. Dafür ging es anschließend recht gemütlich weiter nach Asprovalta. Hier hatte ich auf der Karte einen Campingplatz gesehen. Unterwegs traf ich noch ein Pärchen aus Frankreich, das mit den Fahrrädern auf dem Weg Richtung Istanbul war. Aufgrund der unterschiedlichen Geschwindigkeit fuhren wir allerdings nicht zusammen. Am Abend sah ich dann auch endlich den Campingplatz, leider war dieser geschlossen. Allerdings wurde mir gesagt, dass ich mein Zelt trotzdem aufbauen könnte. Angesichts des wolkenbehangenen Himmels, brauchte ich nicht lange zu überlegen. Als ich gerade dabei war zu kochen setzte der Regen ein, weshalb ich mich schon zum Essen ins Zelt verkroch. Für den folgenden Tag hatte ich mir Kavala als Ziel herausgesucht, welches ich am Abend auch erreichen sollte.

Aquädukt in Kavala
Aquädukt in Kavala

Als ich am Mittag nach einer Pause, langsam einen kleinen Randstein herunterrollte, hörte ich ein lautes KRACK! Das konnte einfach nicht gut sein. Ein Blick über die Schulter offenbarte die Bescherung, ein Teil des Gepäckträgers hatte sich gelöst und klappte vollständig nach hinten. Als ich das Rad abgestellt hatte, wurde auch der zweite und schlimmere Schaden sichtbar: Durch das Abreißen des Gepäckträgers, wurde auch das zweiadrige Kabel zu meinem Rücklicht abgerissen. Da schien der Fahrradhändler in Istanbul, von dem ich gehört hatte, doch noch Arbeit zu bekommen. Fürs erste konnte ich nur den Gepäckträger reparieren. Als ich damit fertig war, wurde ich auch wieder von dem Paar aus Frankreich überholt. Allerdings musste ich zunächst noch etwas einkaufen, weshalb wir wieder nicht zusammen fuhren. In Kavala machte ich zunächst einmal eine etwas längere Pause. Außerdem gab es hier ein Aquädukt, das bestimmt darauf wartete von mir fotografiert zu werden. Da ich erfahren hatte, dass etwa 10 Kilometer östlich noch einen geöffneten Campingplatz gibt, fuhr ich noch etwas weiter, um schließlich dort mein Zelt aufzuschlagen. Von hier ging es dann zunächst weiter Richtung Xanthi. Allerdings bog ich schon einige Kilometer vorher rechts ab um an der Küste entlang zu fahren. Bei einem kurzen Zwischenstopp wurde ich (mal wieder) von dem Paar aus Frankreich und einem weiteren Franzosen eingeholt. Dieses Mal wurde dann doch beschlossen, ein Stück zusammen zu fahren.

Diese Furt war wohl nicht passierbar
Diese Furt war wohl nicht passierbar

Am Abend suchten wir uns einen Platz um unsere Zelte aufzustellen. Als wir gerade dabei waren, etwas zum Essen zu kochen, marschierten ein Schäfer aus Bulgarien, sowie eine ganze Herde Schafe mitten durch unser Zeltlager. Mit einer Mischung aus Französisch, Italienisch sowie Spanisch unterhielten wir uns noch kurz mit ihm, bevor er wieder weiter zog. Wir setzten uns dagegen noch ein wenig ans Lagerfeuer, bis wir uns schließlich in unsere Zelte verkrochen. Da unsere Routenplanung etwas auseinander ging, verabschiedeten wir uns nach dem Frühstück. Für mich ging es nun weiter nach Alexandroupoli. Der erste Teil der Strecke war recht Flach, weshalb ich gut vorankam. Allerdings lag hier noch eine Furt im Weg, die nicht passierbar war. Also musste ich Sie auf einer etwa 10 Kilometer langen Strecke umfahren. Am Mittag musste außerdem zweimal ein Berg überquert werden um nach Alexandroupoli zu gelangen. Auf der Strecke kam mir noch ein Kanadier mit dem Rad entgegen, der mir von einem Schweizer erzählte der irgendwo vor mir sein müsse. Auf dem ganzjährig geöffneten Campingplatz angekommen, traf ich Diesen dann auch an. Am Morgen war dieser bereits um 8:00 Uhr wieder vom Platz verschwunden. Allerdings traf ich noch einen anderen, ebenfalls aus der Schweiz kommenden Radfahrer, der sich für diese Nacht ein Zimmer auf dem Campingplatz genommen hatte. Nachdem wir uns verabschiedet hatten, ging es für mich weiter in die Türkei.

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Kommentare: 9
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