Montenegro

Nach etwa 10 Kilometern hatte ich die Grenze erreicht, Welche ich problemlos passierte. In Montenegro entschied ich mich aufgrund des recht guten Wetters einen Fjord komplett zu fahren, anstelle die nur wenige Minuten dauernde Fährfahrt zu nehmen. In Kotor suchte ich mir dann schließlich ein günstiges Hostel, welches mir Matthieu empfohlen hatte. Bereits am ersten Abend fanden sich die richtigen Leute um noch ein paar Bierchen zu trinken.

  Alena, Henri und ich in den Bergen von Kotor
Alena, Henri und ich in den Bergen von Kotor

Da aus den paar, noch ein paar mehr wurden und die Wettervorhersage ohnehin nicht so toll war, beschloss ich noch eine Nacht dran zu hängen. Am nächsten Tag lernte ich Alena aus Russland kennen und wir beschlossen zusammen die Stadt anzuschauen. Als ich am Nachmittag die Wettervorhersage anschaute, musste ich feststellen, dass das Wetter auch die nächsten zwei Tage nicht unbedingt besser wird. Da das Hostel sehr sauber war, sprach also nichts dagegen noch zwei Nächte dran zu hängen. Außerdem hat man in diesem Hostel nach 3 Übernachtungen 2 Weitere frei. Des Weiteren konnte ich so auch meinen Geburtstag vernünftig feiern. Als das Wetter am folgenden Tag doch etwas aufklarte, beschloss ich zusammen mit Alena und Henri in die Berge zu wandern. Henri war schon etwas länger im Hostel, da er in dieser Stadt seinen praktischen Teil seines Studiums macht. Auf dem Weg gab es neben der hervorragenden Aussicht, auch eine Festungsruine zum Anschauen

 Berge von Kotor
Berge von Kotor

Am Abend spielte ich zunächst einige Partien Schach. Am Abend traf auch ein Paar aus der Schweiz ein, das mit dem Rad auf dem Weg nach Istanbul ist. Da es nun einige Leute mehr waren wechselten wir von Schach auf Karten. Gegen später ging es dann in ein Pup in der Stadt, um pünktlich um 12:00 Uhr anstoßen zu können. Damit hatte ich dieses Mal den ersten Geburtstag, den ich mit Hip Hop aus Montenegro und Leuten aus Russland, der Schweiz und Belgien verbrachte. Den Geburtstag selbst, verbrachte ich größtenteils mit Karten, Schach und entspannen. Am folgenden Morgen lernte ich Dimitri aus Frankreich kennen, der mit dem Fahrrad auf dem Weg in die Mongolei war, vielleicht fährt man ja irgendwann mal ein Stück zusammen. Für mich hieß es nun aber, mich von den anderen zu verabschieden und endlich mal wieder aufs Rad zu sitzen. Aufgrund der Empfehlung von Christian und Tilly die ich in Dubrovnik getroffen hatte, ging es nun über den Pass Richtung Cetinje.

 Skadarsko Jezero
Skadarsko Jezero

Dies bedeutete einige zusätzliche Höhenmeter, die aber jeden Tropfen Schweiß durch eine super Aussicht wettmachten. Von Cetinje aus, ging es dann weiter Richtung Skadarsko Jezero, einem Wunderschönen See zwischen Montenegro und Albanien. Hier schlug ich dann am Abend auch mein Zelt auf. Am folgenden Morgen folgte ich dem See weiter Richtung Virpazar, wo ich auch wieder die Möglichkeit hatte, etwas einzukaufen. Als ich gerade dabei war, etwas zu essen, hielten drei weitere Radfahrer an. Diese waren mit Falträdern und deutlich weniger Gepäck unterwegs. Da diese aus Russland kamen und nur russisch konnten, verlief die Unterhaltung eher schleppend, trotzdem beschlossen wir ein Stück zusammen zu fahren. Dank meiner, wenn auch sehr geringen, Russischkenntnisse gelang es uns die wichtigsten Informationen auszutauschen.

 Deutsch/russisches Zeltlager
Deutsch/russisches Zeltlager

Nachmittags hielten wir dann an um uns etwas zu essen zu kochen. Dabei schaute jeder interessiert auf den Topf des Anderen, aber man lernt ja nie aus. Am Abend bauten wir dann wenige Kilometer vor der Grenze zu Albanien unsere drei Zelte auf. Auch hier kochten wir uns etwas zu essen. Dieses Mal aber gemeinsam in einem Topf. Allerdings waren das die ersten Radfahrer, die ich mit einer ganzen Flasche Raki im Gepäck traf. Angestoßen wurde mit aus 0,5 Literflaschen geschnittenen Bechern. Nach einem gemeinsamen Frühstück verabschiedeten wir uns schließlich. Während es für Sie zurück zum Flughafen ging, hieß es für mich: Ab nach Albanien!

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