Europäischer Teil der Türkei

Nachdem ich an der Grenze etwa 15-20 Minuten verbracht hatte, rollte ich gegen Mittag dann endlich über türkische Straßen Richtung Istanbul. Entlang der mehrspurigen Straße war es allerdings nicht ganz so einfach einen geeigneten Platz fürs Campen zu finden. Also fragte ich bei einem Restaurant, ob ich mein Zelt hinter dem Gebäude aufstellen könnte. Nein, das sei leider nicht möglich, stattdessen wurde ich mitsamt Fahrrad in ein angebautes Zimmer geführt, in dem ich zusammen mit einigen Vögeln die Nacht verbrachte. Zuvor galt es natürlich den hungrigen Magen zu stillen!

Endlich in der Türkei
Endlich in der Türkei

Am nächsten Morgen wurde ich außerdem zum Frühstück eingeladen. Des Weiteren wurde mir eine ganze Tasche voll mit Käse, Oliven und Getränken überreicht. Ablehnen oder bezahlen war nicht möglich! Nach dem ich mich verabschiedet und die Vorräte verstaut hatte, ging es zurück auf die Straße. Ohne erwähnenswerte Zwischenfälle rollte ich nun bis etwa  10 km westlich von Silivri. Hier fand ich einen kleinen Campingplatz um mein Zelt aufzubauen. Allerdings waren die Sanitären Anlagen, wenn man Sie denn so nennen möchte, nicht wirklich zu benutzen. Außerdem war es aufgrund der Straße sehr laut. Eigentlich schlief ich nur, weil ich zu müde war, um wach zu sein. Am nächsten Morgen ging es zurück auf die Straße. In Silivri gab es dann endlich auch eine parallel verlaufende Autobahn, weshalb ich mir etwas weniger Verkehr erhoffte. Allerdings bedeutete das nur, dass der Pannenstreifen weg viel, der Verkehr aber mindestens genauso viel war. Nun durfte ich also auf einer zweispurigen Straße ohne Pannenstreifen weiterfahren.

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Griechenland

Am 15.04, durfte ich dann mit dem Grenzübertritt nach Griechenland auch erstmals die Uhr um eine Stunde vorstellen. So langsam schien es also doch  vorwärts zu gehen. In Griechenland erwartete mich eine herrliche Landschaft. Zu meiner Überraschung, hatte ich außerdem recht kleine Straßen, mit sehr wenig Verkehr. Da ich mich nun wieder in der EU befand, nutzte ich die Pause, um mal wieder in die Heimat zu telefonieren. Immerhin war das hier wieder zu bezahlbaren Preisen möglich.

Griechische Landschaft bei Arnissa
Griechische Landschaft bei Arnissa

Am Abend war mal wieder Wildcampen angesagt. Zuvor mussten allerdings noch die Vorräte aufgefüllt werden, weshalb ich zunächst noch ein Dorf ansteuern musste. Am Abend baute ich dann schließlich mein Zelt unweit der Stadt Arnissa auf. Am Morgen stellte ich beim Packen einen Defekt an einer der Packtaschen fest. Hier war eine Schraube der Halteleiste komplett abgerissen. Fürs Erste entlastete ich diese Stelle mit einem Stück Schnur. Anschließend ging es zunächst auf der recht angenehm zu befahrenden Straße weiter Richtung Osten. Am Mittag kam ich dann allerdings in eine recht große Ebene, die zwar durch die vielen Farben recht schön anzusehen war, aber stärker befahren war. Außerdem waren die Bauern hier gerade massiv dabei, ihre Felder zu spritzen, was die Luft nicht gerade verbesserte.

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Mazedonien

Etwa 15 Kilometer hinter der Grenze, wurde die Gegend dann auch deutlich flacher. Daher beschloss ich die letzten Kilometer noch zu fahren. Hin und wieder spürte ich schon die ersten Regentropfen. Gegen 19:30 Uhr erreichte ich dann nach 121 Kilometern gerade noch trocken die Sadt Struga, wo ich auch direkt das Hotel fand. Der Komfort eines ganzen Apartments, war mir die 16 Euro mehr als wert.Am folgenden Tag machte sich die Gewaltetappe vom Vortag allerdings deutlich bemerkbar, weshalb ich nur wenige Kilometer vorwärts kam.

Bitola in Mazedonien
Bitola in Mazedonien

Allerdings hatte ich es an diesem Tag auch nicht sonderlich eilig, weshalb ich in Ohrid eine längere Pause einlegte. Nach weiteren 10km legte ich aufgrund von starkem Regen erneut eine Pause ein. Glücklicherweise fand sich hierfür ein verlassenes Haus, zum Unterstehen. Am Abend stellte ich dann schließlich mein Zelt auf. Am folgenden Tag wollte ich bis Bitola kommen. Bereits um 14:00 Uhr erreichte ich die Stadt. Somit war es mir möglich, noch ein wenig am netbook zu arbeiten. Mit dem baldigen verlassen Europas holte mich nun auch die Bürokratie ein. Um das Visum für den Iran zu bekommen, braucht man zunächst eine Einladung durch eine Reiseagentur. Nach dem Absenden des Formulars blieb mir dann sogar noch etwas Zeit zum Entspannen.

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Albanien

Der stressige Verkehr rund um die Stadt Shkoder erinnert mich stark an Marokko. Nach nur etwa 25 Kilometern suchte ich mir in der Stadt ein Hostel. Auch hier lernte ich einige interessante Leute kennen, so dass ich am nächsten Morgen erst recht spät startete. Aber immerhin war es das erste Hostel, das ich nach einer Nacht wieder verlassen habe!

 Moschee in Shkoder
Moschee in Shkoder

Die Straßenränder sind hier leider mit Müll übersäht, was die sonst recht schöne Landschaft erheblich stört. Als ich dann am Horizont die schneebedeckten Berge sah, beschloss ich: „Da muss ich Durch!“ Also wurde die Routenplanung mal wieder über den Haufen geworfen und ich verlegte meine Route in die Berge. Von Shkoder aus ging es nun über die Straße in Richtung Kukes. In den Bergen wurde sowohl der Müll am Straßenrand. als auch der Verkehr deutlich weniger. Auch die Landschaft war hier absolut gigantisch! Durch die sehr vielen und vor allem steilen Berge, ging die Kilometerleistung natürlich deutlich zurück. Nach weniger als 50 Kilometern baute ich dann schließlich mein Zelt auf.

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Montenegro

Nach etwa 10 Kilometern hatte ich die Grenze erreicht, Welche ich problemlos passierte. In Montenegro entschied ich mich aufgrund des recht guten Wetters einen Fjord komplett zu fahren, anstelle die nur wenige Minuten dauernde Fährfahrt zu nehmen. In Kotor suchte ich mir dann schließlich ein günstiges Hostel, welches mir Matthieu empfohlen hatte. Bereits am ersten Abend fanden sich die richtigen Leute um noch ein paar Bierchen zu trinken.

  Alena, Henri und ich in den Bergen von Kotor
Alena, Henri und ich in den Bergen von Kotor

Da aus den paar, noch ein paar mehr wurden und die Wettervorhersage ohnehin nicht so toll war, beschloss ich noch eine Nacht dran zu hängen. Am nächsten Tag lernte ich Alena aus Russland kennen und wir beschlossen zusammen die Stadt anzuschauen. Als ich am Nachmittag die Wettervorhersage anschaute, musste ich feststellen, dass das Wetter auch die nächsten zwei Tage nicht unbedingt besser wird. Da das Hostel sehr sauber war, sprach also nichts dagegen noch zwei Nächte dran zu hängen. Außerdem hat man in diesem Hostel nach 3 Übernachtungen 2 Weitere frei. Des Weiteren konnte ich so auch meinen Geburtstag vernünftig feiern. Als das Wetter am folgenden Tag doch etwas aufklarte, beschloss ich zusammen mit Alena und Henri in die Berge zu wandern. Henri war schon etwas länger im Hostel, da er in dieser Stadt seinen praktischen Teil seines Studiums macht. Auf dem Weg gab es neben der hervorragenden Aussicht, auch eine Festungsruine zum Anschauen

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Kroatien und Bosnien

An der Grenze zu Kroatien nahm der Beamte meinen Pass entgegen und fragte mich auf Deutsch: „wohin reisen Sie?“ Nach einer kurzen Erklärung schaute er etwas komisch, gab mir aber den Pass zurück und öffnete die Schranke. Nach dem ich mich an einem Geldautomaten mit Kroatischen Kuna eingedeckt hatte, konnte es nun mit voller Fahrt Richtung Rijeka gehen.Übernachtung bei Rijeka Hier ging ich abermals in einen Supermarkt, um mir etwas fürs Abendessen zu kaufen. Um die Stadt anzuschauen blieb mir leider nur wenig Zeit, da bereits die Dämmerung einsetzte. Da die Campingplätze in Kroatien im März größtenteils noch geschlossen haben, war es gar nicht so einfach einen Schlafplatz zu finden. Außerdem hatte ich bereits Fisch fürs Abendessen gekauft, womit die Option einer Hotelübernachtung ausfiel. Als ich zwei Passanten nach einem Platz zum Zelten fragte, zeigten diese auf einen kleinen, unterhalb der Straße gelegenen, Strand und meinten: „I think it´s okey to sleep here, nobody will call the cops!“

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Slowenien

Heute sollte es nun endlich nach Slowenien und von dort weiter Richtung Rijeka in Kroatien gehen. Also setzte ich mich direkt nach Frühstück in Bewegung. Schon am Vormittag des 18. März, konnte ich die Slowenische Grenze passieren. Nach einigen Kilometern hielt ich an einem Supermarkt um noch etwas zum Essen zu kaufen. Die Strecke durch Slowenien war recht hügelig aber leider auch stark befahren. 

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Italien

Nach dem Frühstück ging es zurück auf den Inntalradweg, um die restlichen Kilometer nach Innsbruck zurück zu legen. Von hier aus galt es nun den Brennerpass zu überqueren, um nach Italien zu gelangen. .Übernachtung im Bregenzer WaldAufgrund des recht starken Rückenwinds, stellte sich die Überquerung als deutlich einfacher heraus als zunächst angenommen. In nur etwas mehr als 3 Stunden hatte ich die Passhöhe erreicht. Nach einem kurzen Snack, kramte ich also die warmen Klamotten aus den Packtaschen und begann mit der Abfahrt. Auf der italienischen Seite des Passes gibt es einen sehr gut ausgebauten Radweg. Leider konnte ich diesen noch nicht benutzen, da dieser nicht geräumt wird. Mit dem Erreichen von Sterzing, konnte ich dann endlich auf den Radweg wechseln, um weiter Richtung Süden zu fahren. Auf dieser Strecke kommt man auch an einigen Bunkeranlagen sowie der Franzenfeste vorbei. Die Franzenfeste ist eine Festung die zwischen 1833 und 1838 erbaut wurde. Sie  befindet sich im Gleichnamigen Ort Franzenfeste.

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Die ersten Tage einer Reise

Mit gemischten Gefühlen folgte ich nun also der mir recht gut bekannten Strecke Richtung Bodensee. Ein komisches Gefühl zu wissen, dass man diese wenn alles nach Plan verläuft fürs erste nicht wieder sehen wird. In Stockach hielt ich das erste Mal an, um die letzten benötigten Dinge zu kaufen.

Alpsee im Allgäu
Alpsee im Allgäu

Von dort ging es dann weiter Richtung Überlingen und Meersburg am Bodensee. Bei Meersburg suchte ich mir dann schließlich einen Platz, um das Zelt aufzubauen. Am nächsten Morgen folgte ich dem Bodenseeradweg noch bis Langenargen. Von dort ging es dann durchs Allgäu bis zum Alpsee in der Nähe von Immenstadt. Hier fand ich zu meiner Überraschung einen geöffneten Campingplatz vor, der allerdings noch nicht mit Leuten wie mir rechnete sondern nur Wohnmobil- und Wohnwagenplätze geräumt hatte. Mein Zelt konnte ich dann natürlich trotzdem aufbauen. Somit hatte ich auch die Möglichkeit, eine heiße Dusche zu nehmen, was bei den noch recht kühlen Temperaturen sehr angenehm war.

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Die Abreise

Bereits seit Wochen oder sogar Monaten war ich dabei, mir Informationen für eine neue Reise zu beschaffen. Nach dem meine Wahl auf die Seidenstraße gefallen war, hieß es nun die Route auszuarbeiten. Welche Visa werde ich benötigen und wo kann ich sie bekommen? Welche klimatischen Bedingungen werden mich erwarten?Bodensee bei Überlingen Welche Ausrüstung werde ich dafür benötigen? Diese und viele Fragen mehr galt es zu beantworten. Irgendwann glaubte ich dann für die wichtigsten Fragen eine Antwort gefunden zu haben. Nach dem Ich meinen Job zum 1. März gekündigt hatte, konnte die finale Vorbereitung beginnen. Die Ausrüstung wurde zusammengesucht, das Rad wurde beladen und Probe gefahren und vieles mehr. Am 07. März 2015 war es dann endlich soweit. Der Moment der Abreise, auf den ich lange gewartet hatte und trotzdem ein wenig Angst hatte. Die Verabschiedung von meinen Freunden und meiner Familie viel mir deutlich schwerer als anfangs gedacht. Schlussendlich konnte ich dann aber doch gegen Mittag meine Reise Richtung Osten beginnen. 

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