Welches Zelt?

Zuerst ein mal solltet ihr euch überlegen, wie viel ihr ausgeben möchtet. Des weiteren spielt der Einsatzort eine wichtige Rolle: Schnee? Wind? große Hitze?...... 


Grundsätzlich wird zwischen zwei bzw. drei Zelttypen unterschieden, die ich weiter unten mal etwas differenziere.



Tunnelzelt:

Als Tunnelzelte werden alle Zelte bezeichnet, die mit einem oder mehreren parallel verlaufenden Gestängebögen aufgebaut werden. Meist weisen diese Zelte ein besseres Raum/ Gewichtsverhältnis auf, und sind bei gutem Untergrund schnell aufgebaut. Des weiteren haben viel Tunnelzelte eine große Apsis (Vorraum) der sich zum kochen eignet oder dazu dient Nasse Ausrüstung zu lagern.

Kuppelzelt:

Als Kuppelzelte werden Zelte bezeichnet, bei denen sich zwei Gestängebögen kreuzen. Diese Zelte sind meist etwas schwerer, haben dafür aber eine Herausragende Sturmstabilität auch bei wechselnden Windrichtung. Auch bei Schneelasten kann dieser Zelttyp punkten. Darüberhinaus, müssen sie VORERST nicht abgespannt werden, und können auch im Aufgebauten Zustand versetzt werden. Später müssen natürlich auch diese Zelte abgespannt werden. 

Geodät:

Als Geodäten werden Zelte bezeichnet, bei denen sich mehrere Gestängebogen kreuzen. Die Eigenschaften sind gleich wie die der Kuppelzelte, allerdings sind diese Zelte noch robuster, aber auch schwerer. 

Tipps und Empfehlungen beim Zelt

Footprint (Zeltunterlage)

Um den Boden des Innenzelts zu schonen und Feuchtigkeit im Zelt zu reduzieren, empfehle ich die Verwendung eines Footprints (Zeltunterlage)! Theoretisch reicht hierfür jede X-beliebige Plane aus dem Baumarkt, der original Footprint ist allerdings meist leichter und lässt sich oft am Rest des Zeltes befestigen, wodurch der Aufbau deutlich schneller von statten geht!

Richtiges Abspannen und die Wahl der Heringe

Grundsätzlich empfehle ich mehrere Sorten Heringe mitzunehmen, um das Zelt richtig Abspannen zu können. Ich selbst nutze zum einen die originalen runden Aluminiumheringe von Hilleberg, einige V-förmige Heringe aus verzinktem Stahl und Exped-Schneeanker die allerdings selten im Einsatz sind.


Des weiteren rate ich jedem Das Zelt IMMER ordentlich abzuspannen, denn nichts ist ärgerlicher als mitten in der Nacht aus dem Schlafsack kriechen zu müssen, weil sich das Zelt löst! Mein kleines "Vaude Power Lizard Ul" spanne ich immer voll ab, während bei meinem großen "Hilleberg Nammatj 2GT" meist nur 14 der 20 Möglichen Heringe zum Einsatz kommen.

Welcher Schlafsack?

Ein weiterer wichtiger Ausrüstungsgegenstand ist der Schlafsack. Neben dem Temperaturbereich unterscheiden sie sich vor allem im verwendeten Material. Wer zu zweit verreist, kann über einen koppelbaren Schlafsack nachdenken. Ansonsten bleibt die Frage Daune oder Kunstfaser. Da das Thema auch in vielen Foren sehr kontrovers diskutiert wird, möchte ich euch einfach mal die wichtigsten Unterschiede aufzeigen. Ich selbst verwende derzeit Daune.

Daunenschlafsack:

Mit Daunen gefüllte Schlafsäcke sind bei gleicher Isolation meist kleiner und leichter als ihre Konkurrenten aus Kunstfaser. Allerdings sind diese Schlafsäcke penibelst vor nässe zu schützen, da sie nass kaum noch Isolieren und sehr lange trocknen! 

Kunstfaserschlafsack:

Kunstfaserschlafsäcke sind bei gleicher Isolation etwas schwerer und größer als die Modelle aus Kunstfaser. Im Gegenzug sind sie unempfindlicher gegenüber Nässe, und meist deutlich günstiger!

Welche Isomatte?

Bei den Isomatten, sind zwei Arten gebräuchlich einmal die günstigen Robusten EVA-Matten und zum Anderen mit Luft gefüllte Matten. Seit einiger Zeit ist auch eine Matte mit einer Kombination aus Luft und Daunen gefüllte Matte erhältlich, zu der Ich aber nichts sagen kann.

EVA-Matte:

Als "EVA-Matten" bezeichnet man Isomatten, die aus einer Art Schaumstoff bestehen. Diese Matten sind leicht, sehr günstig und robust. Der einzige Nachteil dieser Matten besteht im größeren Packmaß. Dafür können diese Matten auch als Zeltunterlage verwendet werden oder irgendwo draußen hingelegt werden, ohne kaputt zu gehen.

Mit Luft gefüllte Matten:

Hier wird grundsätzlich zuerst einmal zwischen Selbstaufblasenden Matten und denen die selbst aufgeblasen werden müssen unterschieden. Mit Luft gefüllte Matten spielen ihren Vorteil des geringen Packmaßes bei gleichzeitig niedrigem Gewicht nur im hochpreisigen Segment voll aus. Nachteile sind die höhere Anfälligkeit für defekte, der hohe Preis und der Totalausfall im falle eines Defekts! Dennoch habe ich zwei dieser Matten im regelmäßigen Einsatz: Zum einen die "Therm-a-rest NeoAir XLite" und die "NeoAir XTherm" vom selben Hersteller. Die letztere macht mir subjektiv einen robusteren Eindruck, wobei ich mit beiden noch keine Defekte hatte! Beide Matten müssen selbst aufgepumpt werden. Dies kann entweder einfach mit dem Mund geschehen, oder man verwendet einen Pumpsack. Ich selbst bevorzuge letzteres, da es zum einen hygienischer ist und zum Anderen Luftfeuchtigkeit in der Matte vermeidet.