Was kommt mit in die Outdoorküche?

Die Wahl des richtigen Kochers

Mit dieser Frage beschäftigen sich die Meisten wohl mit am Längsten.  Zu unterschiedlich sind die angebotenen Modelle. Die wichtigsten Kriterien sind Brennstoffversorgung, Kochen im Zelt, und wie häufig gekocht werden soll. Außerdem weisen die Unterschiedlichen Modelle hohe Unterschiede in der Regulierbarkeit auf. Während es bei einigen Modellen recht Problemlos möglich ist, mit kleiner Flamme zu kochen, sind andere Kocher recht schwer zu regulieren. Hier kommt es also darauf an, ob man auch mal was Aufwendigeres kochen möchte, oder sich darauf beschränkt Fertiggerichte warm zu machen und Kaffewasser zu kochen. Bei der Brennstoffversorgung sollte beachtet werden, dass eine Mitnahme im Flugzeug nicht möglich ist. Grundsätzlich lässt sich der Brennstoffbedarf durch die Verwendung eines Windschutzes deutlich verringern. In diesem Bereich habe ich erst einige Modelle getestet, auf die ich im folgenden genauer eingehen werde. 

Gaskocher:

Einfache Gaskocher sind oft schon recht günstig zu haben. Außerdem bieten diese Kocher eine recht gute Regulierbarkeit, um auch mit kleiner Flamme kochen zu können. Außerhalb der industrialisierten Länder ist es aber oftmals eher schwierig, die passenden Gaskartuschen zu bekommen. 

Multifuelkocher:

Multifuelkocher können mit vielerlei Brennstoffen betrieben werden, was einen weltweiten Einsatz ermöglicht. Die Topmodelle lassen sich darüberhinaus auch noch gut regulieren. Dieser Komfort hat allerdings auch seinen Preis; Für Topmodelle sind derzeit etwa 200 Euro zu berappen. Außerdem benötigen diese Kocher am meisten technisches Geschick. So müssen diese Kocher beispielsweise vorgeheizt werden. Darüberhinaus ist bei fast allen Modellen ein Wechseln der Düse erforderlich,  um unterschiedliche Brennstoffe verwenden zu können. Außerdem sind diese Kocher relativ laut.

Ich selbst, habe mir für die anstehende Fernreise einen "Omnilite Ti" von Primus gekauft. Dies ist die leichtere Version des sehr beliebten "Omnifuel" des gleichen Herstellers. Den Kocher habe ich nun seit Anfang März 2015 im Dauereinsatz auf meiner Weltreise. Trotz der Verwendung von normalem Tankstellenbenzin, funktioniert er bislang einwandfrei. Bis auf  das Reinigen der Düse, war bislang keine Wartung oder gar Reperatur notwendig. Auch die Regulierung überzeugt vollständig, da es möglich ist, mit sehr kleiner Flamme zu kochen.

 

Andere bekannte Kocher dieser Gattung sind:

 

  • Primus Multifuel
  • MSR Whisperlight
  • Optimus Nova
  • Vaude Markill Multifuel Stove Phoenix
  • Edelrid Hexon Multifuel
  • SOTO Muka Stove

Spirituskocher:

Hier ist vor allem das Modell von Trangia bekannt. Die Vorteile dieser Kocher sind, der günstige Preis und die einfache Technik,  die keine Wartung erforderlich macht. Außerdem sind diese Kocher recht leise. Im Gegenzug benötigen sie allerdings deutlich mehr Brennstoff, der außerhalb der industrialisierten Länder zudem schwer zu beschaffen ist. Außerdem werden die Töpfe beim Einsatz von Spiritus außen Schwarz.

Ich selbst, hatte diese Art von Kocher lange in Kombination mit einem Hobokocher (siehe unten) im Einsatz.

Hobokocher:

Diese Kocher werden mit Holz betrieben. Der Vorteil gegenüber einer offenen Feuerstelle ist die kleinere Feuerstelle und der geringere Holzbedarf. Diese Kocher sind inzwischen in unterschiedlichsten Größen und Materialien erhältlich. Einige Modelle verfügen zudem über eine Halterung für den Trangia Spiritusbrenner, womit man bei schlechtem Wetter oder fehlendem Holz einfach mit Spiritus kochen kann; Bei einem größeren Zelt ist dies auch problemlos im Zelt möglich. Ein Nachteil sind allerdings  auch hier, die stetig schwarzen Töpfe. 

 

Ich selbst, hatte diese Art von Kocher lange in Kombination mit einem Trangia Spiritusbrenner im Einsatz. 

Welche Art von Töpfen nehme ich mit?

Das wichtigste Kriterium, ist das Material aus dem der Topf oder die Pfanne gefertigt ist (siehe unten). Des weiteren gibt es  aber auch andere Kriterien, wie beispielsweise die richtige Form der Töpfe  oder die Art des Griffes. Bei schlecht verarbeiteten Töpfen. ist auch das gezielte Ausgießen von Wasser kaum möglich. Bei einigen Töpfen gibt es auch schöne Details, wie eine integrierte Messskala an der Außenwand, oder eine Art Sieb im Deckel. Dieses dient beispielsweise dem Abschütten von Nudelwasser.

Eine besondere Neuerung ist ein integrierter Wärmetauscher, der bis zu 30% Brennstoff sparen soll, den ich selber bislang allerdings nicht getestet habe.

Unbehandeltes Aluminium:

Einfache Töpfe bestehen aus unbehandeltem Aluminium. Diese sind meist günstig zu haben und haben eine gute Wärmeleitfähigkeit. Dies bietet den Vorteil, dass weniger Energie verloren geht und sich die Hitze gut verteilt. Letzteres ist vor allem bei einer Pfanne wichtig um ein Anbrennen zu vermeiden. Weil das Aluminium allerdings nicht behandelt oder beschichtet ist, verkratzt es recht schnell. Um dies zu vermeiden, sollte möglichst nur Besteck aus Kunststoff oder Holz in der Pfanne verwendet werden. Aus Gesundheitsgründen wird außerdem davon abgeraten, saure oder salzige Lebensmittel in unbeschichteten Aluminiumtöpfen zuzubereiten.

 

Bis vor wenigen Monaten, bin ich noch mit dieser Art von Geschirr gefahren. Nun habe ich es aber durch Edelstahl ersetzt, da es deutlich robuster ist.

Hartanodisiertes Aluminum:

Hartanodisiertes Aluminum verbindet das geringe Gewicht und die Hohe Wärmeleitfähigkeit, mit einer sehr kratzfesten Oberfläche.

Nonstick beschichtetes Aluminium:

Nonstick ist die Bezeichnung für eine Antihaftbeschichtung, welche ein Anbrennen wirkungsvoll verhindert. Leider ist diese Beschichtung sehr empfindlich.

Duossal:

Duossal- Töpfe und Pfannen bestehen aus einem Sandwichmaterial. Die äußere Schicht wird aus Aluminium gefertigt um eine hohe Wärmeleitfähigkeit zu erhalten. Die innere Schicht dagegen besteht aus Edelstahl, der kratzfest und gesundheitlich unbedenklich ist.

Edelstahl:

Edelstahl ist sehr robust, geschmacksneutral und gesundheitlich unbedenklich. Dieser Vorteil wird allerdings durch ein recht hohes Gewicht erkauft. Einige Edelstahlpfannen haben im inneren des Bodens einen Aluminiumkern, um die Hitze besser weiterzuleiten, und so ein Anbrennen zu vermeiden.

Diese Art von Kochgeschirr verwende ich nun seit einiger Zeit und bin damit absolut zufrieden.

Titan:

Titan ist sehr leicht, kratzfest und Robust. Allerdings ist der Preis für Töpfe aus Titan sehr hoch. Außerdem ist es, aufgrund der schlechten Wärmeleitung, kaum möglich etwas anzubraten. Deshalb ist dieses Material meiner Meinung nach nur für Töpfe geeignet. Wer also bereit ist, viel auszugeben und den Topf nur für Wasser, Suppen oder andere wässrige Speisen nutzt, kann bedenkenlos zuschlagen. Allen die auch mal etwas anbraten möchten, rate ich zu etwas anderem.