Meine ersten drei Monate in Auckland

Nach einigen Tagen im Stadtzentrum Aucklands, suchte ich mir ein kleineres Hostel, das etwa 1,5 Kilometer von meiner alten Unterkunft entfernt lag. Hier „feierte“ ich dann auch am 05. April meinen Geburtstag.

Blick auf Auckland von Rangitoto
Blick auf Auckland von Rangitoto

Um mir meine weitere Reise zu finanzieren, beschloss ich hier im vergleichsweise warmen Auckland zu überwintern und zu arbeiten. In den folgenden Tagen machte ich mich also daran die verschieden Stellenanzeigen durchzulesen und meine englische Bewerbung zu schreiben. Ein anderer Reisender empfahl mir mich bei einer der Zeitarbeitsfirmen auf dem Bau zu bewerben. Und tatsächlich konnte ich hier recht schnell anfangen. Allerdings kamen hier vergleichsweise wenige Stunden die zudem nur mit dem Mindestlohn von 15,25 Dollar und Urlaubszulage vergütet wurden. Das war definitiv zu wenig um mir meine weitere Reise finanzieren zu können. Außerdem sah ich es nicht wirklich ein trotz abgeschlossener Berufsausbildung für etwa 8 Euro netto die Stunde zu arbeiten. Ja, zwischenzeitlich hatte ich sogar die Idee, lieber heimzufliegen und wieder einer „vernünftigen“ Arbeit nachzugehen. Nach etwa 3,5 Wochen schmiss ich also, wie viele andere auch, meinen Job und machte mich auf die Suche nach etwas Neuem.

Die Zwischenzeit nutzte ich, um mir die Stadt und Teile ihrer Umgebung anzuschauen. Unter anderem machte ich einen eintägigen Ausflug auf die vorgelagerte Vulkaninsel Rangitoto.

Omeru Wasserfälle
Omeru Wasserfälle

Als ich meine Hoffnung auf einen besser bezahlten Job in der Industrie schon fast aufgegeben hatte, las ich eine weitere Anzeige im Internet. Im Gegensatz zu allen anderen Anzeigen, war es hier auch möglich mit einem auf einem Jahr begrenzten Working Holiday Visum zu arbeiten. Endlich konnte ich mit angemessener Bezahlung wieder in der Metallbearbeitung arbeiten. Allerdings war diese Arbeitsstelle etwa 20 Kilometer südlich des Stadtzentrums, was mich jeden Tag zu etwa 40 Kilometer Stadtverkehr auf dem Fahrrad zwang. Es wurde also Zeit mir schnellstmöglich eine Wohnung in der Nähe meiner neuen Arbeitsstelle zu suchen. Nach etwa 2 Wochen wurde ich fündig und zog in eine Wohngemeinschaft im Stadtteil „Flat Bush“, von wo es nur noch 2,8 anstelle von 20 Kilometern zur Arbeit waren.

Wasser Fontaine am Muriwai beach
Wasser Fontaine am Muriwai beach

Während ich die ersten Wochenenden damit verbrachte mein Zimmer etwas einzurichten, hatte ich später auch Zeit einige Ausflüge zu machen. Zusammen mit Marlon, einem weiteren deutschen Backpacker machte ich einige Ausflüge im Umland von Auckland. An den letzten zwei Wochenenden ging es unter anderem auf die Halbinsel Whangaparaoa, wo wir ausversehen in ein Militärgelände einbrachen, als wir versuchten eine Abkürzung zurück zur Straße zu nehmen. Erst als wir die Schilder in der Mitte des Geländes sahen, wurden wir uns der Situation bewusst und verließen das Gelände. Schon am nächsten Tag schauten wir uns die absolut sehenswerten Wasserfälle „Lower Fairy Falls“, „Upper Fairy Falls“, und die „Kitekite Falls“ in der Nähe von Piha an der Westküste an. Da es ein recht sonniger Wintertag war, beschlossen wir in einen der eiskalten Wasserfälle zu springen. Okay um ganz ehrlich zu sein bin ich in den ersten während eines Fotos mehr oder weniger rein gefallen und da die Klamotten dann ja sowieso nass waren, konnte man dann auch komplett rein springen. Auch die Steilküste in Piha selbst war einen Besuch absolut wert!

Muriwai beach
Muriwai beach

Am folgenden Sonntag wurde Marlon von Chris, einem weiteren Backpacker gebeten, ihn ins über 60 Kilometer entfernte Hellensville zu fahren. Da wir auf diesem Weg schon eine Person mehr hatten, um sich die Spritkosten zu teilen, beschlossen wir direkt einen Ausflug in der Region zu machen. Nachdem wir Chris zu seinem Ziel gebracht hatten, fuhren wir zunächst zu den etwa 20 Kilometer nördlich gelegenen „Omeru Falls“. Auch an diesen Wasserfällen, war ein Bad im eiskalten Wasser für mich Pflicht! Anschließend fuhren wir nach Muriwai Beach an der Westküste. Die dortige Steilküste war absolut beeindruckend! In der felsigen Brandung wurden die Wellen regelrecht unter die Felsen gedrückt, von wo Sie durch verschiedene Löcher Geysir-artig aus dem Boden schossen. Erst am Abend, ging es mit dem Auto zurück in die Stadt! 

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