Skandinavien Sommer 2013

Start in Malmö

Für den Sommer 2013 hatte ich mir dieses Mal Skandinavien in den Kopf gesetzt. Als die Grundidee feststand, konnte die grobe Planung in Angriff genommen werden. Brücke bei der Insel TjörnDiese sollte aber in den folgenden Wochen noch mehrmals verworfen und neu geplant werden! Am Samstag den 20.07 fuhr ich vorerst mit dem Zug bis Travemünde. Dort war es mir dann möglich, eine Fähre nach Malmö zu buchen. Am Sonntagmorgen konnte dann endlich in Schweden gestartet werden. In den ersten Tagen, folgte ich dem Meer Richtung Göteborg. Von dort ging es über die Insel Tjörn  weiter Richtung Norden. Das Gebiet um die Insel Tjörn kann man wohl als einen der schönsten Flecken Schwedens bezeichnen! Am 23. Juli überquerte ich dann endlich die Grenze nach Norwegen.

Norwegen

Im Gebiet der norwegischen Grenze, veränderte sich die Landschaft drastisch. Während in Südschweden vor allem weite Felder und Ebene Flächen zu sehen waren, gab es in Norwegen dichten Wald in einer bergigen Landschaft zu sehen.Zelt in Norwegen Um keine Zeit zu verlieren, fuhr ich östlich an Oslo vorbei.  Leider schlug zu diesem Zeitpunkt auch das Wetter um. In den folgenden Tagen, konnte ich zügig bis Trondheim weiterfahren. In Trondheim übernachtete ich direkt am Fährhafen auf einem Campingplatz. Am nächsten Morgen setzte ich mit der ersten Fähre nach Rørvika über. Nach einer kurzen Fährüberfahrt folgte ich der Reichsstraße 17 Richtung Norden. Diese Straße, zählt zu den schönsten, die ich in Norwegen gefahren bin. Obwohl ein Vorankommen mit dem Auto eher langsam und aufgrund der Fährverbindungen teuer ist, fahren hier recht viele Autos und Wohnmobile. Bei Ørnes gibt es eine Fährverbindung die, aufgrund eines Tunnels, nur noch zwei Mal am Tag bedient wird. Dieser Tunnel ist für Fahrradfahrer und Fußgänger allerdings nicht zugelassen. Leider stellte ich dies erst fest, nach dem ich ca. 20 min zu spät am Hafen eingetroffen war. Bei regnerischem Wetter überbrückte ich diese Zwangspause mit einem Besuch auf der Insel Bolga. Auf der Insel gab es dann auch mal einen fahrradfreien Tag, den ich nutzte um auf einen Berg zu wandern. Übernachtung über einem Fjord in NorwegenErst am Abend konnte ich aufs Festland zurückkehren, und noch einige Kilometer weiter fahren. Durch diese Pause kam es außerdem zu einem Engpass an Nahrungsmitteln, den ich erst am Nachmittag des nächsten Tages kompensieren konnte! Nachdem ich meine Vorräte endlich auffüllen konnte, ging es weiter in Richtung Bodø. Hier hatte ich wiederum das Talent eine Fähre zu verpassen. Allerdings musste ich hier nur 3-4 Stunden warten, die ich nutzte um etwas einzukaufen und die Stadt anzuschauen. 

Lofoten

Am Nachmittag konnte ich dann endlich nach Moskenes auf den Lofoten übersetzen. Dort angekommen, ging ich direkt zum ersten Campingplatz um mein Nachtlager aufzuschlagen. Lofoten Am nächsten Morgen, ging es dann weiter auf den Lofoten entlang in Richtung Festland. Die Landschaft auf den Lofoten ist ebenfalls sehr schön, auch wenn ich, aufgrund der tief hängenden Wolken, nicht so viel gesehen habe. Am nächsten Abend war es trotz des Jedermannsrechts (Erlaubnis wild zu campen) in Skandinavien relativ schwer, einen geeigneten Campingplatz zu finden. Erst am späten konnte ein Platz gefunden werden, den ich mir mit einer Familie aus Frankreich teilte. Von hier setzte ich meine Fahrt Richtung Narvik fort. 

 


Mit dem Zug durch Finnland und zurück in die Heimat

 

Die Stadt Narvik selbst besuchte ich allerdings nicht, stattdessen nahm ich direkt Kurs auf Kiruna in Schweden. Speziell der erste Teil der Strecke, ist Landschaftlich hervorragend. Die Stadt selber ist zwar sehr ordentlich und bietet auch einen sehr schönen Campingplatz, ist aber eigentlich nur von Minen umgeben. Straße in NordfinnlandVon hier konnte nun endlich das Ziel Kolari in Finnland in Angriff genommen werden! Da man in Schweden kein Fahrrad mit in den Zug nehmen kann, beschloss ich bis Finnland zu fahren um dann mit dem Zug zurück in den Süden zu fahren. Im Internet hatte ich gelesen, dass täglich ein Autozug von Norden nach Süden verkehrt, der auch Fahrräder transportiert. In Kolari angekommen machte ich mich also direkt auf die Suche nach dem Bahnhof. Erst hier merkte ich nach einiger Zeit, dass ich in einer anderen Zeitzone war. Da am Bahnhof absolut niemand aufzufinden war, beschloss ich mir mal den Fahrplan etwas Genauer anzusehen. Hier musste ich feststellen, dass dieser Zug nur zwei Mal die Woche fährt, das bedeutete für mich 2 Tage warten! Um die Wartezeit etwas zu verkürzen und gleichzeitig etwas von der Landschaft zu sehen, beschloss ich ein Stück Richtung Süden zu Radeln! Hierbei konnte ich einige Rentiere beobachten, einen Bär oder einen Elch bekam ich allerdings nicht zu Gesicht. In Pello suchte ich mir erneut einen Campingplatz, um mein Zelt aufzubauen.See in Nordfinnland Erst am darauf folgenden Nachmittag konnte ich endlich zum Bahnhof um die Fahrt nach Helsinki anzutreten. Am folgenden Morgen hatte ich bevor ich zum Hafen musste, noch ein wenig Zeit um mir Helsinki anzuschauen. Auf dieser Fähre musste ich im Gegensatz zur Hinfahrt keine Kabine buchen. In dem Raum mit den Ruhesesseln war aber genügend Platz um den Schlafsack auszurollen. Des Weiteren lernt man hier auch immer neue Leute kennen. Nachdem ich mein Zelt zum Trocknen auf Deck befestigt hatte, konnte ich mit zwei anderen noch ein paar Bierchen trinken. Nach einer kurzen Nacht, konnte ich am nächsten Morgen die Fähre in Travemünde verlassen. Von hier ging es dann mit der Bahn wieder zurück in den Süden. Da ich nachts einige Stunden auf einem kleinen Bahnhof warten musste, war ich froh meinen Schlafsack dabei zu haben. Nach einem recht stressigen Tag an dem ich viele male umsteigen musste, erreichte ich am Abend endlich wieder meine Heimat. Insgesamt war auch dies ein toller Urlaub, mit schönen Landschaften und interessanten Bekanntschaften.