Island 2014

Ankunft in Island

Ankunft in IslandAm Morgen des 3. August landete ich in Kevlavik. Nachdem mein Rad zusammengebaut war, konnte um 03:45 Uhr in Richtung Grindavik gestartet werden.Von dort folgte ich unter ständigem Gegenwind dem Atlantik in Richtung Porlakshöfn. In Hveragerði suchte ich mir dann schließlich einen Campingplatz, in dessen Nähe sich einige heiße Quellen und warme Bäche befanden. Diese eigneten sich hervorragend um ein warmes Bad zu nehmen und zu entspannen

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Das Hochland F26 und F35 (Kjölur und Sprengisandur

Nachdem meine Vorräte in Árborg aufgefüllt waren, folgte ich der Straße 35 in Richtung des Geysirs. Geysir Dort angekommen wurde das Nachtquartier auf einem Campingplatz unweit des Geysirs eingerichtet. Am nächsten Morgen erreichte ich den bekannten Gullfoss Wasserfall. Am nächsten Morgen klarte der Himmel endlich auf. Nachdem einige Fotos vom Goðafoss gemacht wurden, konnte endlich die zweite Hochlanddurchquerung in Angriff genommen werden. Aufgrund teilweise fehlender Brücken und schlechter Fahrbahnbeschaffenheit ist die Sprengisandur nur für Geländefahrzeuge mit Allrad zugelassen, auch für viele Mietwagen ist diese Piste vertraglich ausgeschlossen. Gullfoss Am Nachmittag erreiche ich den Aldeyjarfoss, der durch die ihn umgebenden Basaltsäulen sehr imposant wirkte! Nach einer ausgiebigen Fotopause ging es weiter Richtung Süden. Aufgrund des  starken Nordwinds, war es an diesem Tag möglich trotz schlechter Straßen einige Kilometer zurück zu legen. Am späten Abend traf ich zwei Österreicher, die ebenfalls mit dem Rad unterwegs waren.Kjölur Piste im isländischen Hochland Im bereits aufkommenden Sturm baute ich gegen 22:00 Uhr mein Zelt auf. Nach einer eher unruhigen Nacht, fuhren wir am nächsten Morgen weiter in Richtung des nächsten Campingplatz/Hütte. Wenige Meter vor der Hütte musste bei nassem und stürmigem Wetter die erste Furt durchquert werden. Am Campingplatz angekommen baute ich bereits um 14:00 Uhr mein Zelt auf.  Nachdem der Sturm bereits einen Hering vollständig herausgerissen hatte war ich, wie auch einige Andere gezwungen, das Zelt abzubauen und gegen 20:00 Uhr in die Hütte zu gehen. Aufgrund der, wie immer in Island, sehr hilfsbereiten Menschen gelang es uns nacheinander alle Zelte ohne Schäden abzubauen. In der Hütte konnte auch endlich die Ausrüstung getrocknet werden. Des Weiteren fanden wir an einem „free-to-use Platz“ in der Hütte frisches Brot sowie einige Eier, die wir direkt zu Spiegelei verarbeiteten.Aldeyarfoss Am nächsten Morgen hatte der Regen aufgehört und die Fahrt konnte bei immer noch starkem Rückenwind weiter Richtung Süden fortgesetzt werden. In der Abenddämmerung baute ich nach über 125km Schotterpiste und einigen Furten mein Zelt wenige Kilometer vor Landmannalaugar auf und legte mich völlig erschöpft in den Schlafsack.


Landmannalaugar

Nach nur etwa 13km erreichte ich den Campingplatz Landmannalaugar, auf dem schon morgens das Zelt aufgeschlagen wurde. Vorher galt es allerdings noch zwei kleine Furten zu durchqueren, die trotz des geringen Abstands zueinander sehr unterschiedliche Temperaturen aufwiesen.Felsformationen Landmannalaugar Auf diesem Campingplatz ergab sich auch wieder die Möglichkeit eine Kleinigkeit einzukaufen, allerdings zu sehr hohen Preisen. Am Nachmittag wanderte ich mit einigen Anderen einige Kilometer durch die den Campingplatz umgebenden Berge. Aufgrund hunderter verschiedener Farben der Felsformationen, wirkte die Landschaft schon beinahe wie aus einer anderen Welt. Piste F 208 bei LandmannalaugarAm Abend erreichten wir schließlich wieder den Campingplatz. Am nächsten Morgen besuchte ich vor der Weiterfahrt noch die heißen Quellen auf dem Campingplatz, die ebenfalls sehr angenehme Temperaturen aufwiesen. Von Landmannalaugar aus ging es auf der schon fast märchenhaft anmutenden F208 weiter Richtung Südosten. Auch auf dieser Piste galt es einige Furten zu durchqueren, was aufgrund der sonnigen und vergleichsweise warmen Witterung allerdings keine Schwierigkeiten bereitete.Furt Piste F 208 Island Am späten Abend erreichte ich völlig erschöpft einen Campingplatz in Kirkjubæjarklaustur. Hier gab es auch erstmals seit Akureyri wieder die Möglichkeit, in einem Supermarkt einzukaufen.


Gletscherlagunen Jökulsárlón und Fjallsárlón

Aufgrund der schnellen Durchquerung des Hochlands hatte ich nun genug Zeit, um vorerst auf der Ringstraße in Richtung der berühmten Gletscherlagunen zu fahren. Gletscherlagune FjallsárlónAm Nachmittag erreichte ich meine bis dato erste Gletscherlagune, den Fjallsárlón. Von dem atemberaubenden Anblick überwältigt, nutzte ich diesen Ort für eine längere Fotopause. Erst am frühen Abend wurde die Fahrt weiter in Richtung des deutlich bekannteren Jökulsárlón fortgesetzt, welchen ich am späten Abend erreichte. Nach einer kurzen Fotopause, überquerte ich die Ringstraße um ans Meer zu gelangen. Dort angekommen wurde letztlich unweit des Atlantiks das Zelt aufgeschlagen. Am nächsten Morgen ging es zurück zur Lagune.Robbe im Jökulsárlón                        Dort wurde das offene W-lan genutzt um Karten herunter zu laden und nach Fährverbindungen auf die Westmännerinseln zu schauen. Erst am Nachmittag fuhr ich bei Regenwetter die ca. 60km gen Westen zum Skaftafell-Nationalpark. Am nächsten Morgen beschlossen wir zu viert zum nahe gelegenen Svartifoss zu wandern. Im laufe der Tour entschieden wir uns allerdings doch, die komplette Runde zu laufen sowie einen Berggipfel zu erklettern. Atlantik beim JökulsárlónDer Anstieg gestaltete sich aufgrund des starken Windes und des schwierigen Terrains deutlich schwieriger als zunächst angenommen.Da dies einige  Zeit in Anspruch nahm, beschloss ich auf der an dieser Stelle sehr monotonen Ringstraße mit dem Bus bis Vík zu fahren. 


Westmännerinseln

Auf dem dortigen Campingplatz traf ich einen langzeitreisenden Franzosen und wir beschlossen die nächsten 2 Tage zusammen Richtung Westen zu fahren.Reynisfjara Am Abend erreichten wir einen Campingplatz bei dem recht bekannten Wasserfall Skógafoss. Nachdem wir am nächsten Morgen den Wasserfall besichtigt hatten, fuhren wir weiter in Richtung Osten.

 

An der Abzweigung Richtung Landeyjahöfn teilten sich unsere Wege, während  er weiter Richtung Reykjavik fuhr, setzte ich mit der Fähre auf die Westmännerinseln über. Bereits die Hafeneinfahrt der Westmännerinseln war sehr eindrucksvoll, doch die noch sehr junge Vulkanlandschaft der Insel sollte dies noch übertreffen. Blick über die WestmännerinselnAuf dem dortigen Campingplatz lernte ich einige andere Touristen unterschiedlicher Nationalitäten kennen. Am Abend beschlossen wir gemeinsam die Stadt anzuschauen und ein für 6€ verhältnismäßig günstiges Bier zu trinken. Am nächsten Morgen wanderte ich mit einem Touristen aus Österreich auf den dortigen Vulkan, der erst 1973 bei einem Vulkanausbruch entstanden war. Am darauf folgenden Tag versuchte ich gemeinsam mit einer anderen Touristin Papageientaucher zu fotografieren, was nach einigen Versuchen dann auch endlich gelang. Papageientaucher Westmänner PuffinsAm Nachmittag wollten wir mit der Fähre wieder aufs Festland übersetzen, allerdings waren die restlichen Tickets ausverkauft und ich musste die Reise am Abend fortsetzen. Dort angekommen konnten noch einige Kilometer gefahren werden, bevor ich mein Zelt neben der Straße aufbauen musste. Tags darauf stand wieder eine lange Etappe bevor, denn heute sollte die Stadt Reykjavik erreicht werden.Blick auf Reykjavik                                                                          Am späten Nachmittag wurde der Campingplatz der Stadt erreicht, dort traf ich wiederum auf Andrea, die ich bereits auf den Westmännerinseln getroffen hatte. Als wir am nächsten Tag die Stadt besichtigt hatten, musste ein leerer Fahrradkarton organisiert werden, um das Rad für den Flug zu verpacken. Am späten Abend fuhren wir schließlich mit dem Bus zum Flughafen, um die Heimreise anzutreten.