Marokko 2014/2015

Die ersten Tage in Afrika

Am 20. Dezember landete ich in Marrakesch. Schon am Flughafen merkte ich, dass dies ein anderer Urlaub als bisher werden sollte. Vor der Passkontrolle, musste jede ankommende Person einen Zettel mit seinen Personalien ausfüllen. Bei dem Feld „Adresse in Marokko“, war ich etwas verwundert und ließ es vorerst frei. Einer der Beamte erklärte mir dann, dass man hier das Hotel eintragen müsse, in welchem man übernachtet.Marrakech Flughafen Deshalb erklärte ich ihm, dass ich leider kein Hotel reserviert habe, sondern in die Stadt fahren wolle, um mir dort ein Hotel zu suchen. Er legt mir einen Zettel mit der Aufschrift „Ibis“ hin und meinte ich solle einfach dieses Hotel eintragen. Nachdem ich dies eingetragen hatte, bekam ich den Stempel für meinen Pass und konnte endlich Einreisen! Am Gepäckband angekommen, griff ich mein recht auffälliges Gepäck und wartete auf mein Fahrrad. Nach kurzem Warten, kam einer der Beamten auf mich zu, und deutete mir mitzukommen. Nun bekam ich mein Fahrrad, allerdings war der Karton sehr stark beschädigt. Als ich mit dem Zusammenbau des Rades begann, wurde ich aufgefordert dies erst hinter dem Ausgang zu tun. Aufgrund des stark beschädigten Kartons war ein Transport des selbigen aber nicht mehr möglich, weshalb ich mein Rad direkt aufbauen durfte.

 

Nun konnte ich endlich den Flughafen verlassen, um mich auf die Suche nach einem Hotel zu machen. Schon nach relativ kurzer Zeit wurde ich fündig und bezog ein sehr günstiges Hotel in einer abgelegenen Straße in Marrakesch. Am nächsten Morgen starte ich Richtung Osten. Der Stadtverkehr von Marrakesch war recht zäh und hektisch und ich war froh ihn endlich hinter mir zu lassen. Nach einigen Stunden im ebenen Terrain, ging es dann endlich ins Atlasgebirge! Auffällig war für mich vor allem die Freundlichkeit der Marokkaner, überall wurde man mit einem freundlichen „Bonjour“ begrüßt. Als ich gerade dabei war einen Pass hoch zu treten, lud mich ein junger Marokkaner in sein kleines Geschäft ein, um einen Tee zu trinken. Ich nutzte die Gelegenheit um mir auch etwas zu essen zu kaufen.Restaurant Erst nach etwa zwei Stunden, setzte ich mein Fahrt fort. Am Abend übernachtete ich wiederum in einem kleinen Hotel. Nach einer recht erholsamen Nacht, setzte ich meine Fahrt in Richtung des Passes fort. Die Straßenhändler in Marokko möchte ich an dieser Stelle mal freundlich als „sehr Geschäftstüchtig“ beschreiben um nicht „nervig“ sagen zu müssen. An der Passhöhe angekommen, fuhr ich nach einem kurzen Stopp wieder dem Tal entgegen. Nach wenigen Kilometern, beschloss ich dem Tipp eines Arbeitskollegen zu folgen und links Richtung Telouet abzubiegen.Auffahrt zum Col du Tichka In Telouet fand ich entgegen der Aussagen eines Händlers keinen Geldautomaten vor. Allerdings konnte ich ein Hotel finden, in dem es zu meiner Überraschung möglich war, mit Kreditkarte zu bezahlen. Nach einer kurzen Dusche im Hotel machte ich mich auf die Suche nach dem Restaurant wo ich den Betrag bezahlen sollte. Als ich dieses gefunden hatte, gingen wir auf die Dachterrasse des Hotels, da sein Gerät nur dort genügend Empfang hatte um mit Kreditkarte zu bezahlen. Nach einem kurzen Abendessen konnte ich mich endlich schlafen legen. Um mein Tagesziel Quarzazate zu erreichen, starte ich direkt nach dem Frühstück. Am Rand der Straße waren die Spuren des Unwetters vor einigen Wochen immer noch gut sichtbar.Restaurant in Telouet Mit gemischten Gefühlen fuhr ich durch die vom Unwetter zerstörten Dörfer.  Oft rannten mir auf der Straße Kinder entgegen, die freundlich „Bonjour“ riefen und die Hand ausstreckten um meine beim Fahren abzuklatschen. Auch insgesamt betrachtet, sind die Straßen der Dörfer hier viel belebter als in Europa! Überall spielen Kinder und auf den Märkten wird verhandelt, geredet und gegessen. Was den Lebensstil angeht, ist Marokko ein Land der Gegensätze, während es einige Moderne Städte gibt, sieht man vielerorts wie die Leute mit Eseln ihre Arbeit verrichten. Am Nachmittag erreiche ich Quarzazate und suche mir erneut ein Hotel.

Weihnachten in Marokko

Am 24. Dezember fuhr ich zunächst auf der N10 in Richtung Skoura. Auf dem Weg besichtigte ich eine Kasbah, was sehr interessant war. Besonders interessant fand ich die Wasserführung, durch die die Felder vollständig bewässert wurden. Den Heiligabend verbrachte ich im Schlafsack unter freiem Himmel. Obwohl ich in der Nacht warm genug hatte, musste ich am Morgen des 1. Weihnachtsfeiertags feststellen, dass sich Eis auf den Taschen sowie auch auf dem Schlafsack gebildet hatte. Biwak MarokkoErst als ich den Großteil des Eises entfernt hatte, konnte ich mit der Weiterfahrt beginnen. Da mir gesagt wurde, dass aufgrund der Unwetter viele der ländlichen Pisten in den Dörfern geschlossen oder nur schwer passierbar sind blieb ich bis Boumalne Dadès auf der Nationalstraße. Bei einem kurzen Zwischenstopp, wurde ich in eine kleine Werkstatt auf ein Glas Tee eingeladen. In Marroko sieht man viele dieser Werkstätten, die Hauptsächlich aus einem Schweißgerät und einem Trennschleifer bestehen. In diesen werden meist Geländer, Metalltreppen, Fenstergitter und vieles mehr hergestellt oder repariert.  Nach dem ich mich in der Stadt vergewissert hatte, dass die Route nach Norden passierbar ist, begann ich mit dem Aufstieg in Gorges du Dadès.Kasbah bei Skoura Am Abend konnte ich im Schutze der Dunkelheit mein Zelt in der Nähe der Straße errichten. Da der Daunenschlafsack allerdings vom Vortag noch etwas nass war, ging es heute ein wenig länger bis mir wirklich warm wurde. Der 2. Weihnachtsfeiertag begann direkt mit dem weiteren Aufstieg des Passes. Aufgrund des sonnigen Wetters wirkte die Auffahrt in der Dadèsschlucht noch etwas schöner und imposanter, als sie es ohnehin schon war! Bei einem Stopp auf einem der Parkplätze neben der Straße, traf ich einen etwas älteren Engländer der mit dem Van unterwegs war. Bei einer Tasse englischen Schwarztees redeten wir über das Reisen mit dem Rad und über seine Afrikadurchquerung mit dem Rad in den 80ern. Zufälligerweise trafen wir uns im nächsten Dorf wieder, und beschlossen noch gleich etwas zu essen und das Dorf anzuschauen. Beim Essen beriet ich mich auch mit Einheimischen über die geplante Strecke. Erst hier kamen erste Zweifel über die Streckenwahl zum Vorschein. Die Hauptroute nach Norden war mit Schnee bedeckt und nicht passierbar eine Piste nach Osten, wenn überhaupt nur schwer passierbar.Gorges du Dadès Trotz dieser Zweifel versuchte ich die Piste nach Osten zu nehmen. Da sich nirgendwo ein Schild fand, dass die Piste zeigte, musste ich wiederum nachfragen. Ein Jugendlicher zeigte mir dann einen Weg zu der Piste, allerdings wollte er hierfür direkt Geld haben. Da ich leider kein Kleingeld dabei hatte und die Leute hier ohnehin nicht so viel haben, gab ich ihm ca. 100 Dirham (ca. 10€). Allerdings wollte er einige 100 Meter später erneut Geld haben, was ich ihm aber deutlich verweigerte! Nach wenigen Kilometern verschlechterte sich die Piste drastisch. Als ich dann der Piste in eine Schlucht folgte, war sie irgendwann gar nicht mehr zu sehen.Gorges du Dadès Nach dem ich einige 1oo Meter geschoben hatte, ließ ich das Rad zurück, um zu Fuß auf einen Berg zu klettern. Von dort hatte ich die Möglichkeit, weiter ins Tal einzusehen, doch auch hier befanden sich bis auf einige Fahrspuren, nicht mal mehr Ansätze einer Straße. Also beschloss ich kurz etwas zu essen und dann umzukehren. Am Abend erreichte ich abermals das Restaurant und Hotel, in dem ich zuvor zu Mittag gegessen hatte. Nach dem Abendessen und einer kurzen Dusche legte ich mich dann endlich schlafen. 

Zurück ins Tal und weiter Richtung Osten

Den Samstag verbrachte ich zum größten Teil damit die 60-70km zurück nach Boumalne Dadès zurück zu fahren. Aufgrund des guten Wetters, war es allerdings in Ordnung das Tal auch mal von der anderen Seite zu sehen. Nach einem kurzen Mittagessen gelang es mir dann noch auf der Nationalstraße bis Tinerhir zu fahren wo ich mir am Abend ein günstiges Hotel suchte. Von hier aus, konnte ich dann am nächsten Morgen in Richtung Erfoud aufbrechen. Zelt in MarokkoNach etwa 100 Kilometern baute ich unweit der Straße mein Zelt auf. Am nächsten Morgen fuhr ich weiter in Richtung Osten. Unterwegs konnte ich noch eine alte Brunnenanlage aus dem 11. Jahrhundert besichtigen. Bereits am Mittag erreichte ich Erfoud und suchte mir ein Hotel. Zwar wurde mir in der Stadt direkt wieder ein „günstiges und kleines Hotel“ angeboten, doch ich lehnte dankend ab. Zu oft hatten sich genau diese Hotels nachher als dreckig und die Sanitäranlagen als kaum benutzbar erwiesen. In manchen Hotels fragt man sich nicht „ob“ sondern „welche“ Krankheiten man sich einfängt. Da ich nun also mal in einem richtigen Hotel war und genug Zeit hatte, konnte ich endlich auch mal meine Kleidung waschen und etwas entspannen.

 

Sanddünen Erg Chebbi bei Merzouga

Erst gegen 11:00 Uhr vormittags begann ich meine Weiterfahrt in Richtung Merzouga und die berühmten Sanddünen Erg Chebbi. Am frühen Nachmittag, tauchten dann auch endlich die ersten Sanddünen am Horizont auf. Nach einem kurzen Mittagessen in einem der Restaurants, nahm ich mir 2 Stunden Zeit um durch die Dünen zu laufen.Erg Chebbi Von so einer geführten Tour mit Übernachtung wurde mir abgeraten, da die Strecke hier ohnehin viel zu kurz ist. Des Weiteren hatte ich keine Lust auf eine Standarttour mit zig anderen Touristen.  Also fuhr ich direkt weiter Richtung Merzouga. Da ich die Dünen aber bereits gesehen hatte, verzichtete ich darauf nach Merzouga hinein zu fahren und fuhr direkt Richtung Rissani weiter. Am Abend stellte ich mein eigenes Zelt zwischen ein paar kleineren Sanddünen auf. Da ich zufällig trockenes Holz fand, konnte ich mir auch gleich noch was zum Abendessen warm machen.Zelt bei Merzouga Am Vormittag des 31. Dezembers fuhr ich durch Rissani, wo ich auch meine Vorräte für die kommende Wüste auffüllen konnte. Von dort ging es dann weiter auf die N12 in Richtung Tazarine. Etwa 30km östlich von Alnif richtete ich dann mein Nachtlager ein und genoss einen wundervollen Sonnenuntergang in der Wüste. Am folgenden Tag radelte ich weitere 100km bis Tazarine. Nach zwei Nächten im Zelt suchte ich mir auch hier wieder ein Hotel. 

Zurück Richtung Westen

Mit endlich wieder frisch gewaschenen Klamotten, konnte es dann am nächsten Morgen Richtung Agdz weiter gehen. Die Strecke verlief zum größten Teil durch ebenes manchmal schon meditativ wirkendes Terrain. Hierdurch war es mir möglich, mal wieder mehr als 100km zurück zu legen. Am Abend füllte ich dann in Agdz meine Vorräte auf und verließ die Stadt. Erst in der Nacht erreichte ich eine geeignete Stelle um mein Zelt aufzustellen. Am folgenden Morgen fuhr ich weiter Richtung Westen. Am Nachmittag tauchten dann auch wieder die ersten Berge auf.Richtung Alouz Durch bergiges Terrain fuhr ich am Abend bis Tazenakht um mir dort wieder ein Hotel zu suchen. Am darauf folgenden Morgen, wurden nach dem Frühstück auch die ersten Wartungsarbeiten am Rad in Angriff genommen. Da ich keinen Kettenspanner an meinem Rad verwende, sondern die Kette ausschließlich über ein Exzenter Tretlager spanne, muss dieses hin und wieder ein Stück weiter gedreht werden um die Längung der Kette auszugleichen. Da das Tretlager zu diesem Zeitpunkt allerdings schon am vordersten Punkt stand, musste es zurück gedreht werden und die Kette gekürzt werden. Leider hatte ich meinen großen Inbusschlüssel zu Hause vergessen und daher nur das Minitool zur Verfügung. Da die Schrauben allerdings recht fest saßen, war ich froh, vom Hotelpersonal größeres Werkzeug zu erhalten. Nach ca. zwei Stunden Arbeit, war das Rad dann endlich wieder einsatzfähig. Da ich des Weiteren noch meine Vorräte auffüllen musste, wurde es 11:30 Uhr ehe ich die Stadt verlassen konnte. Auf der darauf folgenden Hochebene hatte ich glücklicherweise viel Rückenwind, wodurch ich den späten Start kompensieren konnte. Als ich gerade dabei war den Helm und die Sonnenbrille für die kommende Abfahrt hervor zu kramen, kam mir ein Auto entgegen, welches mir Lichthupe gab.Kollegentreffen inn Marokko Da diese hier in Marokko oft zum Gruß verwendet wird, dachte ich mir zunächst nicht mehr dabei und winkte zurück. In diesem Moment hielt der Wagen an, ein Mann kam herausgesprungen und drückte mir einen halben Zweig voll Mandarinen in die Hand. Ehe ich mich richtig bedanken konnte war er schon wieder in seinem Auto verschwunden und fuhr weiter. Das war mal wieder ein klassischer Moment, den man nicht verstehen muss, sondern sich nur darüber freuen kann! Nach dem ich einige Mandarinen gegessen hatte, mein Solarpanel und die Powerbank verstaut hatte, sowie das restliche Gepäck festgezurrt hatte, konnte ich die Abfahrt beginnen. Vor einer herrlichen Kulisse rollte ich zügig in Richtung Tal. Nach ca. einer weiteren halben Stunde hatte ich dann wider aller Erwartungen doch noch mein Tagesziel Taliouine erreicht. Nach dem ich mir auf dem Markt noch etwas Brot gekauft hatte, verließ ich die Stadt. Etwa 10km hinter der Stadt fand ich schließlich einen mehr oder weniger geeigneten Platz um das Zelt aufzustellen. Am folgenden Morgen, machte ich mich auf den Weg Richtung Aoulouz. Auch hier ging die Strecke zu großen Teilen bergab, wodurch es abermals zügig voran ging. Zu meiner Verwunderung wurde ich auf der Strecke von einem Arbeitskollegen überholt, der kurz darauf stoppte. Da wir beide nur von der Anwesenheit des Anderen in Marokko, nicht aber den genauen Standort wussten, war das mehr als Zufall. Nach einer gemeinsamen Pause, setzte schließlich jeder seinen Weg fort.

Seine Touren findet ihr übrigens hier: der-steppenwolf.com

 

Über den Tizi-n-Test zurück nach Marrakesch

Am Abend begann ich mit dem Aufstieg des Tizi-n-Test Passes. Nach etwa 10 km fing ich an nach einem geeigneten Platz für das Zelt Ausschau zu halten, als neben mir ein Moped zum Halten kam. Wie sich herausstellte, war dies der Lehrer eines kleinen Dorfes, der mich einlud in der Schule zu übernachten. Allerdings mussten zuvor 10km auf einer sehr schwierigen und steil ansteigenden Piste zurückgelegt werden. Das wahre Ausmaß wurde für mich erst bei der Abfahrt am nächsten Morgen sichtbar!Schule Marokko Im Scheinwerferlicht ging es nun also langsam dem Ziel entgegen. Neben der Schule gibt es eine kleine Wohnung für den Lehrer, die allerdings nur aus Küche, Bad und einem Raum besteht. Da es hier keinen Strom gab, wurde im Kerzenschein auf dem Gaskocher noch etwas zu essen zubereitet. Er erzählte mir, dass er sein Smartphone und seinen Laptop nur am Wochenende Daheim laden kann und unter der Woche hier lebt. Da ich am Morgen noch mein Equipment  zusammenpacken musste begann der Unterricht heute etwas später. Die schon wartenden Kinder waren recht erstaunt, als zuerst ich anstelle des Lehrers aus der Wohnung kam, und sie mit einem freundlichen „bon jour“ begrüßte. Allgemein wirkten die Leute hier etwas überrascht, dass sich überhaupt mal ein Tourist auf diese Straße verirrte. Tizi N TestNach dem obligatorischen Abschiedsfoto, bedankte ich mich und begann mit der Abfahrt. Diese stellte sich, aufgrund des schlechten Straßenzustands, als recht langsam und schwierig heraus. Wieder auf der Hauptstraße angekommen, stand mir heute die weitere Auffahrt auf den Tizi-n-Test bevor. Aufgrund einiger Baustellen und den damit verbundenen Zwangspausen, dauerte die Auffahrt den gesamten Tag an. Auf der Passhöhe angekommen, ging ich in das dortige Hotel. Da ich genügend Zeit hatte, beschloss ich am folgenden Morgen noch auf einen der umliegenden Berge zu wandern. Zunächst ohne mein Wissen, folgte mir der Hund des Hotels. Erst gegen 14:00 Uhr begann ich die Abfahrt in Richtung Marrakesch. Entlang der Strecke gibt es viele kleine Dörfer mit terrassenförmig angelegten Gärten. Die Dörfer sehen allerdings alle recht arm und verwahrlost aus.Berge rund um den Tizi N Test Aufgrund starken Gegenwinds, baute ich bereits nach 50km mein Zelt auf. Da die Abfahrt zwar optisch absolut beeindruckend ist, der Straßenzustand aber mehr als schlecht ist, kam ich nur langsam voran. Am nächsten Morgen reinigte ich das Zelt vor dem abbauen so gut wie möglich, um es daheim nicht nochmals raus holen zu müssen. Anschließend fuhr ich die letzten 90 Km nach Marrakesch. 

Marrakesch

Zurück in Marrakesch, musste ein Karton besorgt werden, um das Rad zu verpacken. Da ich in Marrakesch allerdings keinen größeren Fahrradladen gefunden habe, musste ich auf normale Pappe zurückgreifen und den Rest mit Klebeband fixieren. Markt in MarrakeschAm folgenden Tag hatte ich nun endlich Zeit, die Stadt zu besuchen. Vor allem der sehr belebte Markt ist interessant und Anstrengend zu gleich. In den engen Gassen der Altstadt breiten Händler ihre Wahre oft einfach auf dem Boden aus, Fleisch hängt so vor dem Geschäft und als wäre das nicht eng genug, fahren hier regelmäßig Mopeds, Mofas und Eselskarren vorbei. Auch wenn dieser Tag recht anstrengend war, ist Marrakesch auf jeden Fall eine Reise wert! Aufpassen sollte man allerdings bei den ganzen Händlern, damit man nicht vollständig übers Ohr gehauen wird. Passiert aber anfangs vermutlich jedem Tourist.

 

Nach einer recht kurzen Nacht, machte ich mich dann auf den Weg zum Flughafen, um die Heimreise anzutreten.